IT / Technik

Kaspersky auf amerikanischen Behörden-PCs verboten

Ein neuer Beitrag der amerikanisch-russischen “Freundschaft” – die Verwendung von Antviren- und Sicherheitslösungen vom russischen Anbieter Kaspersky auf Behörden-PCs in den USA ist nun gesetzlich verboten. Ein entsprechendes Gesetz wurde in dieser Woche von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet.

Hintergrund ist, das die US-Regierung Spionage-Möglichkeiten von den russischen Geheimdiensten über Kaspersky vermutet. Großbritannien überlegt aktuell eine ähnliche Resolution umzusetzen. (mehr …)

Neuerung im elektronischen Rechtsverkehr für Kommunen

Auf der Basis des Gesetzes zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten (eJustice-Gesetz) gibt es zum 01. Januar 2018 umfassende Änderungen, die Governikus auf der Jahrestagung 2017 präsentierte.

War bislang EGVP das Standardwerkzeug im Austausch des elektronischen Rechtsverkehrs gibt es nun auch dort Änderungen: beA (besondere Anwaltspostfach), beBPo (besondere Behördenpostfach) und beN (besondere Notarpostfach)

Die Kommunikation basiert weiterhin auf der etablierten EGVP-Infrastruktur und OSCI-Protokollstandard.

Ab dem 1. Januar 2018 sind Verwaltungsbehörden in Deutschland verpflichtet einen sicheren Übermittlungsweg für die Zustellung elektronischer Dokumente zu verwenden. Dieses kann über De-Mail ausgetauscht werden oder die Nutzung des beBPo (besondere Behördenpostfach). Behörden müssen dazu kein neues Postfach einrichten, sondern müssen dazu das bestehende EGVP-Postfach in ein beBPo-Postfach umwandeln.

Bei Fragen zu dem Thema oder bei technischer Unterstützung stehen wir Ihnen gerne als Ansprechpartner zu Verfügung.

München beendet Projekt LiMux

Jahrelang war die bayrische Landeshauptstadt München Vorreiter in Sachen Linux und OpenSource, nach einem “Stottern” des Projektes in den letzten Jahren wurde nun das Ende des Projekts LiMux beschlossen. Bis 2022 soll nun sukzessiv auf Windows-10-Clients umgestellt werden. Die Kosten für die kommenden Jahre werden auf 86,1 Millionen Euro beziffert.

Schwachstelle in WPA2 WLAN Verschlüsselung entdeckt

Ein Großteil der WLAN-Netzwerke sind mit WPA2-Schlüsseln (Wi-Fi Protected Access 2) abgesichert. Das US-Amerikanische CERT gab nun bekannt, das es möglich ist WPA2-WLAN-Netzwerke zu attackieren und Daten aus dem WLAN mit zu schneiden und somit auch eventuell Zugriff auf das Netzwerk und die über das WLAN versendeten Daten zu bekommen. Die Entdecker, Sicherheitsforscher der belgischen KU Leuven, haben den Proof-of-Concept-Exploit den Namen KRACK für “Key Reinstallation Attacks” gegeben. Der Hack setzt im WPA2 eingesetzten 4-Wege-Handshake-Verfahren ein.

Alle Details zur Lücke sollen am 1. November auf der Sicherheitskonferenz ACM in Dallas enthüllt werden.

Betroffen sind nahezu alle Geräte, die WLAN-bieten. Es bleibt auf entsprechende Sicherheitsupdates der Hersteller zu warten.

Oktober-Patchday von Microsoft

Der Oktober Patchday von Microsoft stand diese Woche an und brachte auch das letzte Sicherheitskreis-Update für Microsoft Office 2007, dessen Support ausgelaufen ist. Ein Großteil der ausgelieferten Patches betraf das Betriebssystem Windows 10 und bringt das Betriebssystem auf Build-Nummer 15063.674.

Derzeit sind keine größeren Probleme mit den Updates bekannt.

EU finanziert freies WLAN in Europa

Das WIFI4EU-Programm wurde am 12. September 2017 von der EU beschlossen. Mit dem WIFI4EU-Programm wird der Ausbau von kostenloses WLAN an öffentlichen Plätzen gefördert.

Ziel der WIFI4EU-Initiative ist, mehr als 6 000 europäische Gemeinden bis 2020 mit einem freien und schnellen Internetzugang auszustatten, um kostenlose WLAN-Hotspots einzurichten. Dafür werden seitens der EU 120 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert werden die technische Ausrüstung und die Installation der WIFI4EU-Hotspots. Für die Netzkosten und Instandhaltung muss der Betreiber selbst aufkommen und diese mindestens drei Jahre betreiben. Die HotSpots dürfen nicht werbefinanziert sein. Die Fördergelder können ab 2018 beantragt werden.

Kaspersky Free bietet kostenlosen und werbefreien Basis-Schutz

Anlässlich des 20 jährigen Firmenjubiläums bietet der Antivirenspezialist Kaspersky einen kostenlosen und werbefreien Basisschutz zum Download an. Die Lösung dient als Basisschutz für einen Windows-PC und erkennt und blockiert verdächtige und schädliche Dateien oder Programme. Ebenso ist ein Phishing-Filter für gefährliche Webseiten-Inhalte enthalten. Das Programm aktualisiert sich im Hintergrund automatisch und bietet so einen aktuellen Schutz für den PC.

Link zum Download: https://kas.pr/free_av

Schleswig-Holstein will in Zukunft mehr Open-Source-Software einsetzen

Im Koalitionsvertrag der Landesregierung von Schleswig-Holstein wurde festgelegt, in Zukunft mehr auf Open-Source-Software zu setzen. Dieses war ein wesentlich Eckpunkt der Grünen im Koaltionspapier. Damit sollen Abhängigkeiten von einzelnen Softwareanbietern reduziert werden. Dieses soll soweit wie möglich Backend-Technik wie Lösungen für Server und Datenbanken betreffen, aber auch Front-End-Produkte, die direkt im Kontakt mit dem Anwender stehen. Ein Problem sind weiter hin die Fachanwendungen, die fast nie als OpenSource-Lösungen vorliegen.

In der bayrischen Landeshauptstadt München wurde dieses Projekt erst vor kurzem aufgegeben, nun blickt man auf das Bundesland Schleswig-Holstein und deren Umsetzung in der Praxis. (mehr …)