Finanzwesen

doppischer Gesamtabschluss – Stand im Bundesland Niedersachsen

Im Bundesland Niedersachen ist gem. § 128 NKomVG der erste konsolidierte Gesamtabschluss, der sog. Konzernabschluss, erstmals für das Haushaltsjahr 2012 aufzustellen. Auf Grund dessen, das der Aufwand sehr hoch ist und in vielen Kommunen das notwendige Personal und Fachwissen fehlt, geht die Umsetzung des kommunalen Gesamtabschlusses sehr schleppend voran.

So sind zum Stand Sommer 2018 in Niedersachen von den 54 Landkreisen, kreisfreien und großen Städten nur 24 Gesamtabschlüsse erstellt. Für das Jahr 2016 liegt aktuell ein Gesamtabschluss in Niedersachen vor und für das Jahr 2015 insgesamt nur sechs Gesamtabschlüsse.

Einführung Doppik in Baden-Württemberg sehr schleppend

Bis zum Jahr 2020 -also in knapp 1,5 Jahren – müssen die Verwaltungen im Bundesland Baden-Württemberg die Einführung der Doppik vollzogen haben. Bis jetzt ist der Umstellungsprozess dort aber noch sehr schleppend, aktuellen Zahlen haben erst 36% der Kommunen auf die doppelte Buchführung umgestellt.

Kommunen die bis 2020 auf die Doppik umgestellt haben, können keinen rechtmäßigen Haushalt aufstellen. Eine Fristverlängerung werde es laut dem Innenministerium in Baden-Württemberg nicht geben.

europäische Studie zu EPSAS

In einer aktuellen Studie sind 75 Haushaltsexperten aus 24 europäischen Ländern zum geplanten European Public Sector Accounting Standards (EPSAS) befragt worden.

Die Präsentation der Ergebnisse der Studie ergab, das 84% der 75 befragten Experten der Meinung sind, dass sich die Vergleichbarkeit der Mitgliedsstaaten durch einen EPSAS-basierten Jahresabschluss erhöht. 73% gaben an das EPSAS eine bessere Transparenz schafft und 74% hielten EPSAS für einen geeigneten europäischen Standard. (mehr …)

H&H kooperiert mit Foxit

Der kommunale Finanzverfahren-Anbieter H&H Datenverarbeitungs- und Beratungsgesellschaft mbH kooperiert mit der Foxit Europe GmbH im Rahmen der Umsetzung von Digitalisierungsprozessen. Im Rahmen der Kooperation integriert H&H-Berlin den PDF Compressor in sein Produkt H&H proDoppik.

Foxit ist ein schneller und sicherer Anbieter von PDF-Lösungen hat unter anderem den PDF Compressor und den Rendition Server in seinem Portfolio, die den Anforderungen von H&H-Berlin entsprachen. So konvertiert der PDF Compressor gescannte Dokumente in hochkomprimierte, volltextfähige PDF/A-Dateien. Er unterstützt weiterhin die standardisierte Dokumentenkonvertierung von digitalen Dokumenten nach PDF und insbesondere PDF/A. Ab Mai 2018 wird H&H die Lösungen dann seinen Kunden anbieten.

MACH erhält den Zuschlag für HKR-Software in der Hauptstadt Berlin

Der MACH AG hat den Zuschlag für die Entwicklung einer neuen Software für das Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen in der Bundeshauptstadt Berlin erhalten. Damit wird die bestehende Software ProFiskal P3 abgelöst. Im Ausschreibungsverfahren setzte sich MACH gegen 5 weitere Anbieter am Ende durch.

Die neue HKR-Software kommt dann in der Berliner Hauptverwaltung und in den 11 Berliner Bezirksämtern bei ca. 10.000 Anwendern zum Einsatz. Die Umstellung soll bis 2021 umgesetzt werden.

IDW kontra Bundesrechnungshof beim Thema EPSAS

Uneinigkeit in Deutschland zum Thema EPSAS. Während der Bundesrechnungshof im November 2017 sich gegen den eu­ro­päi­schen Rech­nungs­le­gungs­stan­dards für den öf­fent­li­chen Sektor (Eu­ro­pean Public Sector Ac­coun­ting Stan­dards, EPSAS) aussprach und die Bundesregierung auffordert den verbindlichen Standard in Deutschland zu verhindern, melde sich nun das In­sti­tut der Wirt­schafts­prü­fer (IDW) zur Wort und widerspricht dem Bundesrechnungshof und fordert eine “trans­pa­ren­te und ge­ne­ra­tio­nen­ge­rech­te Rech­nungs­le­gung im öf­fent­li­chen Sektor”. (mehr …)

WMD Group zeigt SAP-integrierten Rechnungsworkflow auf der Governikus-Jahrestagung 2017

Als Aussteller und Gold-Partner nimmt die WMD Group an der diesjährigen Governikus-Jahrestagung (7. + 8. November 2017, dbb forum Berlin) teil. Dort dreht sich alles um die Digitale Verwaltung; dem Thema Rechnungsverarbeitung kommt nach dem E-Rechnungsgesetz und der EU-Verordnung dabei besondere Bedeutung zu. Als Spezialist für die elektronische Verarbeitung strukturierter Ein- und Ausgangsrechnungen zeigt WMD an Stand 12 eine Integration seiner speziell auf die Anforderungen hoheitlicher Auftraggeber zugeschnittenen Rechnungsverarbeitungslösung xFlow Public Sector in die Governikus-Plattform.

Mit der Pflicht zur Annahme elektronischer Rechnungen entstehen neue Herausforderungen für den Prüfungs- und Freigabeprozess. WMD informiert auf der Governikus-Jahrestagung darüber, wie E-Rechnungen nach dem E-Rechnungsgesetz und der EU-Verordnung zukünftig erstellt und weiterverarbeitet werden können. Ein entsprechendes technisches Konzept für die Annahme elektronischer Rechnungen mit Governikus und die anschließende Weiterverarbeitung mit der Lösungsstrecke WMD xSuite for SAP wird vorgestellt. (mehr …)

INFOMA expandiert weiter in der Schweiz

Axians INFOMA expandiert auch weiter außerhalb von Deutschland. Die Schweizer Finanzverwaltung Graubünden migriert ihre bestehende Lösung für das Rechnungs- und Finanzwesen demnächst auf INFOMA von Axians IT&T. INFOMA wird im Kanton Graubünden an 900 Arbeitsplätzen zum Einsatz kommen. Der Produktivstart ist für den 1. Januar 2019 vorgesehen.

Damit setz nach Appenzell Ausserrhoden, Jura, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen und Zug bereits die siebte kantonale Finanzverwaltung INFOMA ein.

Diskussion um kommunale Zinssätze

Währen die Zinsen am Kreditmark seit Monaten am Boden sind und auch Guthaben-Zinsen bei den Banken quasi nicht mehr existent sind, entsteht eine Diskussion um die Höhe der kommunalen Zinsen. Diese passen sich nicht dynamisch dem Leitzins an sondern sind, weiter auf einem ordentlich hohem Niveau.

So sind beispielsweise für Steuernachforderungen beim Finanzamt 6% Zinsen fällig. Aktuell scheiterte eine Klage am FG Münster (Urt. v. 17.8.2017, Az. 10 K 2472/16 E) gegen die Höhe der Zinsen. Diese sind seit 1961 unverändert in § 238 der Abgabenordnung (AO) fixiert und wurden seit dem nie angepasst. Das FG Münster folgt damit der einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) aus dem Jahr 2016, die ebenfalls keine Notwendigkeit der Anpassung sahen. Ind der Begründung hiess es, das nicht nur die Nachforderungszinsen bei sechs Prozent, sondern auch Steuererstattungen so verzinst werden. Es wird erwartet, das die Kläger gegen das Urteil in Revision gehen.