Allgemein

Microsoft Patchday Juni 2021

Zum Patchday im Juni 2021 schließt Microsoft insgesamt 50 kritische und wichtige Sicherheitslücken im Betriebssystem Windows, Hyper-V, im Webbrowser Microsoft Edge, im RDP-Protokol und in der Virtualisierung Hyper-V, darunter auch die als besonders kritisch eingestufte Lücke CVE-2021-33742. Angreifer konnten Code auf dem Ziel-System ausführen, wenn das Update nicht installiert ist.

Auch die Sicherheits-Lücken CVE-2021-31199 und CVE-2021-31201 ermöglichten Angreifer mehr Rechte auf dem System zu erhalten. Diese Lücken sind ebenfalls mit dem Patchday geschlossen worden.

Firefox 89 stopft Sicherheitslücken

Am gestrigen Dienstag ist die neue Version des Firefox-Browsers 89 erschienen. Das Update behebt einige Schwachstellen, von denen zwei (CVE-2021-29967, CVE-2021-29965) mit “High” bewertet wurden.

Ein umgehendes Einspielen des Updates wird empfohlen.

Datenschutz-Panne beim Zahlungsdienstleister Klarna

Beim schwedischen Zahlungsanbieter Klarna kam es zu einer Datenschutz-Panne innerhalb ihrer bereitgestellten App. In den sozialen Medien berichten Kunden, dass nach dem Einloggen in ihr eigenes Klarna-Konto, Daten von fremden Konten angezeigt wurden. Somit konnten fremde Daten eingesehen werden, darunter persönliche Informationen, Kontonummern, Adressen, Telefonnummern und Einkäufe.

Die Datenschutzpanne betraf nur die App, Zugänge über die Webseite funktionierten normal. Nach feststellen der Panne wurde die Anmeldung über die App sofort gesperrt.

Laut Angaben von Klarna waren etwa 90.000 Kunden für eine knappe halbe Stunde betroffen, danach wurden die Zugänge über die fehlerhafte App deaktiviert.

IT-Sicherheitsgesetz 2.0 in Kraft getreten

Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 ist im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und damit in Kraft getreten. Durch das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 erhält das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) neue Kompetenzen.

Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 soll das Cyber-Sicherheitsniveau in Deutschland deutlich verbessern und räumt dem BSI als zentrale Cyber-Sicherheitsbehörde mehr Kompetenzen ein.

Aus soll es zukünftig ein einheitliches IT-Sicherheitskennzeichen für Verbraucher geben, die klar erkennbar machen,welche Produkte bereits bestimmte IT-Sicherheitsstandards einhalten.

Quelle: https://www.bsi.bund.de

DigitalPakt Schule Virtual Conference 2021 am 23. Juni 2021

Eines der größten deutschen Förderprogramm für die Digitalisierung der Schulen ist der Digitalpakt. Zeit für ein kleines Zwischen-Resümee. Wie ist der Stand in Schulen? Wo liegen die Probleme, welche Erfolge gibt es?

Die DigitalPakt Schule Virtual Conference bringt am 23. Juni die Experten zusammen, um Bildungsträger, Behörden und Öffentliche Verwaltung für die Herausforderungen zu wappnen.

Ausblicke und Praxisberichte zur digitalen Schule geben diese Keynotes:

  • Peter Adelskamp, CDO Stadt Essen: Braucht der Digitalpakt ein Corona-Update?
  • Marco Haaf, Schulleiter Albert-Schweitzer-Gymnasium Neckarsulm: Digitalpakt Schule in der schulischen und kommunalen Praxis
  • Farina Steinert, Head of EdTech-Solutions, dataport: Digitalpakt Schule – Und was kommt nach dem Hype?
  • Florian Lorenz, Stadt Rendsburg, und Dennis Janke, Kreis Dithmarschen: SCHUL IT RENDSBURG – Dark Fiber ist nicht alles!
  • Dennis Gaca, Stadt Essen: Umsetzung des Digitalpakts Schule in Essen
  • Thomas Bönig, CIO / CDO Landeshauptstadt München: Digitalisierung ist nicht alles was zählt, aber …

Als Bildungseinrichtung und – träger sowie als Öffentliche Verwaltung und Behörde nehmen Sie an der Virtual Conference kostenfrei teil.

Alle Infos zur Agenda und die Anmeldung finden Sie unter www.digialpakschule-konferenz.de

Google schließt mit Chrome 91.0.4472.77 insgesamt 32 Sicherheitslücken

Google hat seinen Webbrowser Chrome ein Update verpasst und schließt damit 32 Sicherheitslücken. Eine umgehende Aktualisierung wird dringend empfohlen.

Betroffen von den Sicherheitslücken waren die Chrome-Komponenten Autofill und WebAudio. Zusätzlich blockiert Chrome mit dem Update standardmäßig den Port 10080, über den Angreifer die Application-Level-Gateway-Funktion (ALG) für den Zugriff auf Geräte in einem Netzwerk missbrauchen könnten.

Die neue Chrome-Version ist für Windows, Linux und MacOS erschienen.

Bundesland Bremen verbietet Faxversand mit datenschutzrechtlichem Inhalt

Immer wieder hört man Fax ist tot, aber es wird noch zu tausenden Geräten in Deutschland benutzt. Nun hat die Landesdatenschutzbeauftragte in Bremen, Imke Sommer, mit sofortiger Wirkung ein Verbot der Benutzung von Fax-Geräten für Bremer Behörden für die Übermittlung von personenbezogenen Daten verhängt.

Der Grund liegt darin, das bei den meisten Gegenstellen das Fax nicht mehr in klassischer Papierform aus dem Gerät kommt, sondern in eine Email umgewandelt wird und per Email an den Empfänger weiter versendet wird. Dieser Medienbruch erfolgt dann vollständig unverschlüsselt.

Da man von der Gegenstelle nicht weiß, ob das Fax noch klassisch Peer-to-Peer übertragen wird und auch in Papierform an der Gegenstelle herauskommt, untersagte Sie nun die Fax-Nutzung für die Übertragung personenbezogener Daten in den Bremer Behörden.

LucaApp unter massiver Kritik von Datenschützern

Sie sollte ein Allheil-Mittel aus der Corona-Pandemie und für bundesweite Öffnungen sein – die LucaApp. Doch die bereits in vielen Bundesländern eingesetzte App zur Kontaktverfolgung steht immer mehr in der Kritik der Datenschützer, darunter auch der Chaos Computer Club (CCC). Besonders auch die analogen Schlüsselanhänger, eine als Offline-Variante gedachte Version, steht immer mehr in der Kritik.

Kritisiert wird auch, das über 20 Millionen an Steuergeldern in die Lizenzierung der App durch die Bundesländer flossen – ohne transparente Ausschreibungen.

Größter Problempunkt der Datenschützer ist, das nBewegungsprofile der Menschen der letzten 30 Tage erstellt erden und auf die Daten der Anbieter neXenio Zugriff habe.

neuer Datenaustausch-Standard vom BMWi – XUnternehmen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat mit XUnternehmen auf Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz ein neues Standardisierungsverfahren für den Datenaustausch veröffentlicht. XUnternehmen soll eine einheitliches Austauschformat für eine digitale, medienbruchfreie Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung werden. Unternehmen wurde auch im Hinblick auf das Online-Zugangsgesetz bereitgestellt.

XUnternehmen definiert seit dem 1. April 2021 einen allgemeinen Datenstandard für Verfahren der Wirtschaftsverwaltung, etwa bei Förderanträgen oder Genehmigungsverfahren. (mehr …)