Gewerbe-Gründungsportal soll schnelleres Anmelden von Gewerbe ermöglichen

Veröffentlicht von maikom am

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Seit dem 27. August 2026 ist das Bundesportal mit der Initiative „Einfach Gründen“ (gruenden.gov.de) offiziell online. Gründerinnen und Gründer können ihre Gewerbeanmeldung ab sofort zentral und digital einreichen – im ersten Schritt für Einzelunternehmen. Ein wichtiger Meilenstein für den Abbau von Bürokratie.

Was bisher zwei getrennte Behördengänge erforderte – erst der Weg zum Gewerbeamt, anschließend der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt –, wird nun in einem einzigen, medienbruchfreien Vorgang gebündelt.

Eine vollständig digitale, medienbruchfreie Gewerbeanmeldung ohne Mehrfacheingaben. Für Gründende bedeutet das: Ein Weg statt vieler.

Damit der digitale Service für die Verwaltung praxistauglich ist, müssen die Anträge aus dem Bundesportal direkt und strukturiert im Fachverfahren der jeweils zuständigen Kommune ankommen. Genau an dieser Schnittstelle setzen die etablierten Lösungen VOIS | GESO und migewa an.

Der Empfang der Gewerbemeldungen erfolgt über die beiden bewährten Transportwege der Verwaltungsinfrastruktur:

VOIS | GESO

Empfängt die eingehenden Gewerbemeldungen sicher über die moderne Schnittstelle FIT-Connect.

migewa

Übernimmt den Empfang zuverlässig über den etablierten E-Government-Standard OSCI.

Fachlich basiert die Übermittlung bei beiden Verfahren auf demselben einheitlichen Bundesstandard: der XGewerbeordnung.

Die Antragsdaten werden über die VOIS-Plattform sicher in die Postbox der Sachbearbeitung übergeben – inklusive vollautomatisierter Zertifikats- und Schlüsselverwaltung. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kommunalverwaltungen bedeutet dies:

  • Keine Doppelerfassung: Antragsdaten fließen direkt ins Fachverfahren.
  • Kein Papierkram: Der gesamte Prozess bleibt durchgängig digital.
  • Keine manuellen Übertragungsfehler: Höhere Datenqualität und schnellere Bearbeitungszeiten.

Bevor der Dienst offiziell an den Start ging, wurde die Anbindung in einem intensiven Pilotbetrieb mit zehn Kommunen auf Herz und Nieren erprobt. Koordiniert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, während die fachliche Umsetzung durch den Partner Naviga GmbH erfolgte.

Kategorien: Gewerbe

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