Cyberangriff auf Berliner Verwaltung: Rhysida-Hacker fordern 2 Millionen Euro Lösegeld
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Nach einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall in der Berliner Landesverwaltung spitzt sich die Lage zu: Die berüchtigte Ransomware-Gruppe Rhysida fordert 30 Bitcoin (ca. 2 Millionen Euro) für die Nichtveröffentlichung von bis zu 5,7 Terabyte entwendeter Daten. Der Berliner Senat lehnt eine Zahlung strikt ab.
Der Vorfall, der Mitte August 2026 bekannt wurde, betrifft insbesondere die Senatsverwaltungen für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Erste Analysen der IT-Forensiker deuteten darauf hin, dass die Angreifer im Zeitraum zwischen dem 7. und 12. August 2026 über eine Phishing-Mail Zugang zum Landesnetz erlangen konnten.
Während die Landesverwaltung anfänglich von einem begrenzten Abfluss öffentlich zugänglicher Geodaten ausging, korrigierten die Ermittler das Ausmaß Ende August drastisch nach oben. Die Angreifer verlangen Lösegeld und drohen mit einer Auktion im Darknet.
⚠️ Das Ausmaß des Datenlecks laut Angreifern:
- Datenvolumen: ca. 5,7 bis 5,79 Terabyte (ca. 100.000 bis 200.000 Datensätze)
- Dokumente & Verträge: Rund 46.000 Verträge sowie 11.000 vertrauliche Akten (darunter Personalsachen)
- Zugangsdaten: Etwa 6.000 Passwörter/Login-Dateien und 16.000 E-Mails
- Personenbezogene Daten: 148 Bankverbindungen (IBANs) und Vorgänge zu rund 80.000 Ordnungswidrigkeiten
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner stellte unverzüglich klar, dass das Land Berlin sich nicht erpressen lassen und kein Lösegeld zahlen wird. Das Landeskriminalamt Berlin und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen. Als Sofortmaßnahme wurden betroffene Behördensysteme vorübergehend vom Landesnetz getrennt.
Trotz des Ausmaßes gab Innensenatorin Iris Spranger bezüglich der anstehenden Abgeordnetenhauswahl Entwarnung: Die technische Infrastruktur der Wahl sei strikt getrennt und gegen Cyberangriffe abgesichert.
Die seit Mai 2023 aktive Ransomware-Gruppe Rhysida agiert nach dem Modell „Ransomware-as-a-Service“ (RaaS). In der Vergangenheit geriet die Gruppe unter anderem durch Angriffe auf die British Library (2023), die Stadtverwaltung Stuttgart sowie die Welthungerhilfe in die Schlagzeilen.
Quellen: BornCity, Golem.de, dpa / Stand: Ende August 2026.
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