Insolvenzantrag bei Adata
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Adata entwickelt seit Jahrzehnten Softwarelösungen für die Bereiche Personalwesen, Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Zeitwirtschaft, die auch bei vielen öffentlichen Einrichtungen, kommunalen Eigenbetrieben und Mittelständlern im Einsatz sind.
Erst im Laufe des Jahres hatte die auf Personaldienstleistungs- und HR-Software spezialisierte zvoove Group die Adata Software GmbH übernommen. Das Ziel der Akquisition war es, das Portfolio im Bereich Entgeltabrechnung und HR-Management auszubauen. Warum es trotz der Finanzkraft des neuen Mutterkonzerns so kurz nach dem Deal zum Insolvenzantrag kam, ist derzeit noch Gegenstand der Prüfungen durch den vorläufigen Insolvenzverwalter.
Für EDV-Verantwortliche, die Adata-Lösungen in ihren IT-Strukturen nutzen, stellen sich nun dringende Fragen bezüglich des laufenden Betriebs und der Wartung:
- Fortführung des Geschäftsbetriebs: In der Regel läuft der Geschäftsbetrieb im vorläufigen Insolvenzverfahren vorerst weiter. Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit die Sanierungsoptionen und die Fortführungschancen des Softwarehauses.
- Wartung und Support: Für den Moment bleiben Support und Systempflege bestehen, jedoch sollten IT-Abteilungen die rechtliche und operative Entwicklung engmaschig beobachten.
- Lohn- und Gehaltsabrechnungen sichern: Da es sich bei HR- und Lohnsoftware um hochsensible Kernprozesse handelt, empfiehlt sich für betroffene Organisationen eine kurzfristige Risikoanalyse hinsichtlich gesetzlicher Updates und Schnittstellenkompatibilität.
Die Insolvenz von Adata zeigt erneut, dass Konsolidierungen und Übernahmen auf dem Softwaremarkt nicht automatisch sofortige Stabilität bedeuten. Für IT-Abteilungen gilt es nun, die Entwicklungen rund um den Verdener Hersteller genau zu verfolgen und die eigenen HR-Prozesse abzusichern.
Quellen
4 Kommentare
Anonymous · 27. August 2026 um 14:38
adata hat gestern Abend mitgeteilt, dass sie ihren Betrieb zum 01.10.2026 einstellen und Kunden vom Anbieter Infoniqa übernommen werden könnten. Als Kunde stehen wir somit knapp einen Monat vor Systemabschaltung vor einem riesen Scherbenhaufen.
maikom · 27. August 2026 um 15:23
Verständlich und auf Grund der Kurzfristigkeit auch ein bissel „Pistole auf die Brust“
Nadine Langer · 2. September 2026 um 11:06
Ich bin bei der SP_Data GmbH im Marketing beschäftigt und habe mich einmal in unseren Abteilungen schlau gemacht. Wir haben auch kurzfristig Kapazitäten für euch und ihr könntet einmal bei uns anfragen, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll wäre. Das ist wirklich für niemanden eine schöne Situation und ihr steht immens unter Druck. Ein Gespräch mit unserem Team lohnt sich vielleicht trotzdem. Wenn wir zu euren Anforderungen passen, können wir euch sicher zeitnah bei der Abrechnung helfen – auch schon zum kommenden Monat.
Sandra Christeleit · 2. September 2026 um 13:50
Die kurzfristige Entwicklung bei Adata stellt viele Kunden sicherlich vor eine große Herausforderung. Gerade bei der Entgeltabrechnung ist eine schnelle und verlässliche Lösung wichtig. HANSALOG ist als Spezialist für Entgeltabrechnung und Personalwirtschaft gerne bereit, betroffene Adata-Kunden kurzfristig zu unterstützen und gemeinsam nach einer passenden Lösung zu schauen.
Wenn Sie aktuell Unterstützung benötigen, kommen Sie gerne auf uns zu.