Insolvenzantrag bei Adata
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Adata entwickelt seit Jahrzehnten Softwarelösungen für die Bereiche Personalwesen, Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Zeitwirtschaft, die auch bei vielen öffentlichen Einrichtungen, kommunalen Eigenbetrieben und Mittelständlern im Einsatz sind.
Erst im Laufe des Jahres hatte die auf Personaldienstleistungs- und HR-Software spezialisierte zvoove Group die Adata Software GmbH übernommen. Das Ziel der Akquisition war es, das Portfolio im Bereich Entgeltabrechnung und HR-Management auszubauen. Warum es trotz der Finanzkraft des neuen Mutterkonzerns so kurz nach dem Deal zum Insolvenzantrag kam, ist derzeit noch Gegenstand der Prüfungen durch den vorläufigen Insolvenzverwalter.
Für EDV-Verantwortliche, die Adata-Lösungen in ihren IT-Strukturen nutzen, stellen sich nun dringende Fragen bezüglich des laufenden Betriebs und der Wartung:
- Fortführung des Geschäftsbetriebs: In der Regel läuft der Geschäftsbetrieb im vorläufigen Insolvenzverfahren vorerst weiter. Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit die Sanierungsoptionen und die Fortführungschancen des Softwarehauses.
- Wartung und Support: Für den Moment bleiben Support und Systempflege bestehen, jedoch sollten IT-Abteilungen die rechtliche und operative Entwicklung engmaschig beobachten.
- Lohn- und Gehaltsabrechnungen sichern: Da es sich bei HR- und Lohnsoftware um hochsensible Kernprozesse handelt, empfiehlt sich für betroffene Organisationen eine kurzfristige Risikoanalyse hinsichtlich gesetzlicher Updates und Schnittstellenkompatibilität.
Die Insolvenz von Adata zeigt erneut, dass Konsolidierungen und Übernahmen auf dem Softwaremarkt nicht automatisch sofortige Stabilität bedeuten. Für IT-Abteilungen gilt es nun, die Entwicklungen rund um den Verdener Hersteller genau zu verfolgen und die eigenen HR-Prozesse abzusichern.
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