Microsoft Patchday September 2026: Dringender Handlungsbedarf bei RCE- und Zero-Day-Lücken
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Zum September-Patchday hat Microsoft eine hohe Anzahl an Sicherheitslücken geschlossen. Neben rund 1.000 geschlossenen Schwachstellen stehen insbesondere zwei aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücken sowie kritische Netzwerkschwachstellen im Fokus.
CVE-2026-81963 sitzt im Windows Update Stack, dem Unterbau der Update-Installation, und hat einen CVSS-Score von 7.8. Der Fehler beruht auf einer fehlerhaften Auflösung von Verknüpfungen vor dem Dateizugriff, über die ein Angreifer mit geringen Rechten eigene Dateien unter fremdem Kontext ablegen und darüber an volle Systemrechte gelangen kann. Microsoft bestätigt die aktive Ausnutzung, nennt aber keine Angriffsdetails.
Der zweite Zero-Day ist CVE-2026-85880 und steckt im Windows Advanced Local Procedure Call und liegt ebenfalls bei 7.8.
Im Bereich der Serverinfrastruktur stechen mehrere RCE-Lücken (Fernausführung von Schadcode) in zentralen Netzdiensten hervor. Angreifer können über speziell präparierte Netzwerkpakete Schadcode auf Servern ausführen – oft ohne dass eine vorherige Anmeldung nötig ist:
| Dienst / Komponente | Risiko & Auswirkung im kommunalen Netz |
|---|---|
| Windows DNS Server | Ermöglicht Angreifern die Manipulation der Namensauflösung im internen Kommunalnetz oder die Übernahme des DNS-Servers. |
| Netlogon / Active Directory | Gefährdet die zentrale Benutzer- und Rechteverwaltung (Domain Controller). Ein erfolgreicher Angriff kann zur Übernahme der gesamten Domäne führen. |
| DHCP Server | Angriffe auf die automatische IP-Vergabe können Man-in-the-Middle-Szenarien oder Denial-of-Service im Verwaltungsnetz auslösen. |
| SSTP (VPN-Tunneling) | Betrifft die Anbindung von Homeoffice-Arbeitsplätzen und Außenstellen (z. B. Kitas, Bauhöfe) über das Secure Socket Tunneling Protocol. |
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