Berliner Finanzämter migrieren ins Rechenzentrum zu Dataport

Veröffentlicht von maikom am

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Das Land Berlin verlagert das automatisierte Besteuerungsverfahren in das Data Center Steuern (DCS) von Dataport. Die Datenmigration führt Anfang September zu einer temporären Schließung der Berliner Finanzämter für den Publikumsverkehr.

Die Digitalisierung und Konsolidierung der öffentlichen IT-Infrastruktur nimmt in Deutschland weiter Fahrt auf. Wie die Berliner Senatsverwaltung für Finanzen am 1. September 2026 mitteilte, richtet das Land den IT-Betrieb der Berliner Steuerverwaltung strategisch neu aus. Kernstück der Maßnahme ist der Transfer des automatisierten Besteuerungsverfahrens zum öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleister Dataport AöR.

Mit dem Umzug schließt sich Berlin dem Verbund der it-nordkooperation an, in der bereits die Steuerverwaltungen von sechs Bundesländern (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein) ihre IT-Ressourcen bündeln.

Die Grundlagen hierfür wurden bereits Ende 2025 mit einem entsprechenden Verwaltungsabkommen gelegt. Die Bündelung im Data Center Steuern (DCS) von Dataport bringt nach Angaben der Senatsverwaltung wesentliche Vorteile:

  • Einheitliche IT-Standards: Vereinfachte länderübergreifende Zusammenarbeit und schnellerer Datenaustausch.
  • Zukunftssicherheit & Skalierbarkeit: Höhere Systemstabilität und vereinfachte Wartung durch zentralisierten Betrieb.
  • Fachliche Souveränität: Während die IT-Infrastruktur zu Dataport wandert, verbleibt die fachliche und rechtliche Steuerung vollumfänglich beim Land Berlin.

Ein solches Mammutprojekt im öffentlichen Sektor bleibt nicht ohne organisatorische Auswirkungen auf den laufenden Betrieb: Um die Migration der sensiblen Steuerdaten im Data Center Steuern abzuschließen, müssen die Berliner Finanzämter im Zeitraum vom 4. bis zum 8. September 2026 für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben.

Telefonisch bleiben die Finanzämter für allgemeine Auskünfte besetzt. Für schriftliche Anfragen steht Bürgern weiterhin das Online-Portal Mein ELSTER zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Finanzen Berlin (Nr. 15 vom 01.09.2026)
Kategorien: Allgemein

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