AnyDesk-Lücke unter Linux: Root-Codeausführung ohne Authentifizierung möglich
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Aktuell ist eine neue Schwachstelle in AnyDesk für Linux relevant. Nach einer Meldung von Cyber Security News erlaubt die Lücke mit dem Namen „AnyPwn“ in AnyDesk Linux 8.0.2 unter bestimmten Bedingungen die Ausführung von Befehlen mit Root-Rechten – ohne Authentifizierung und ohne Benutzerfreigabe. Laut Bericht wurde das Problem in Version 8.0.3 behoben.
Besonders kritisch ist der Vorfall, weil AnyDesk in vielen IT-Umgebungen für Fernwartung, Support und externe Administration eingesetzt wird. Wenn der zugehörige Dienst direkt oder indirekt aus nicht vertrauenswürdigen Netzen erreichbar ist, kann daraus ein erhebliches Risiko für Server, Arbeitsplätze oder technische Systeme entstehen. Im Bericht wird ausdrücklich empfohlen, sofort auf Version 8.0.3 zu aktualisieren und zu prüfen, ob TCP-Port 7070 gegenüber untrusted Networks exponiert ist.
Die gemeldete Schwachstelle betrifft laut Quelle das Session-Protokoll von AnyDesk, also den Teil der Anwendung, der Daten beim Verbindungsaufbau eines entfernten Clients verarbeitet. In der betroffenen Version akzeptiere der Handler für sogenannte Mode-5-Stream-Pakete eine vom Angreifer gelieferte Payload-Länge, bevor diese sicher validiert werde. Genau solche Fehlerbilder sind in Fernwartungssoftware besonders sensibel, weil sie einen direkten Pfad in privilegierte Systemkontexte eröffnen können.
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