SonicWall SMA1000: Kritische Sicherheitslücken gefährden Fernzugänge

Veröffentlicht von maikom am

Dieser Artikel wurde bereits 200x gelesen...

SonicWall hat vier Sicherheitslücken in seinen Secure-Mobile-Access-Appliances der SMA1000-Serie geschlossen. Eine davon erreicht mit einem CVSS-Wert von 10,0 die höchste Gefahrenstufe. Besonders kritisch: Angreifer benötigen für die Ausnutzung dieser Schwachstelle keine Anmeldung.

Die schwerwiegendste Schwachstelle CVE-2026-102255 ermöglicht sogenannte Server-Side Request Forgery (SSRF). Angreifer können dadurch die betroffene Appliance als Vermittler missbrauchen, um auf interne Funktionen zuzugreifen und unerlaubte Aktionen auszuführen.

Drei weitere Sicherheitslücken ermöglichen unter bestimmten Voraussetzungen die Ausführung von Schadcode oder die Manipulation der Verwaltungsoberfläche:

  • CVE-2026-102255: Kritische SSRF-Schwachstelle (CVSS 10,0)
  • CVE-2026-102256: Ausführung von Betriebssystembefehlen (CVSS 7,8)
  • CVE-2026-102257: Zip-Slip-Schwachstelle mit möglicher Codeausführung (CVSS 7,2)
  • CVE-2026-102258: Gespeichertes Cross-Site-Scripting (CVSS 5,5)

Betroffen sind die SonicWall-Modelle SMA 6210, SMA 7210 und SMA 8200v mit folgenden Firmwareständen:

  • 12.4.3-03526 und älter
  • 12.5.0-02952 und älter

Die SonicWall-SMA-100-Serie sowie SSL-VPN-Funktionen auf SonicWall-Firewalls sind von diesen vier Schwachstellen nicht betroffen.

SonicWall stellt bereits Sicherheitsupdates zur Verfügung. Administratoren sollten mindestens folgende Versionen installieren:

  • 12.4.3-03670 oder neuer
  • 12.5.0-03082 oder neuer

Der Hersteller meldete zunächst keine bestätigte Ausnutzung. Allerdings wurden inzwischen Angriffsversuche gegen Honeypot-Systeme beobachtet. Ein zeitnahes Update ist deshalb besonders wichtig.

Quellen


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert