Unter der Federführung von Stadtdirektor Christian Uhr wurde eine Strategie für digitale Souveränität erarbeitet, die im Oktober 2026 dem Rat zur Entscheidung vorgelegt wird. Ziel ist es, die Verwaltung langfristig handlungsfähig, flexibel und sicher aufzustellen.Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen die konsequente Förderung von Open-Source-Software sowie die Etablierung offener Standards innerhalb der städtischen IT-Strukturen.

Um die digitale Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und proprietären Technologien zu reduzieren, basiert der neue Orientierungsrahmen der Stadt auf vier zentralen Handlungsfeldern:

  • Technologie & Interoperabilität: Digitale Souveränität wird zum festen Kriterium bei IT-Beschaffungen. Der Fokus liegt auf Systemen, die über offene Schnittstellen miteinander kommunizieren können, um Silolösungen zu vermeiden. Open-Source-Software wird systematisch geprüft und eingesetzt, wo geeignete Lösungen vorhanden sind.
  • Sicherheit: Eine eigenständige IT-Architektur erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber IT-Ausfällen, Sicherheitslücken oder Änderungen in den Lizenzmodellen externer Anbieter.
  • Wissen & Kompetenzen: Digitale Mündigkeit beschränkt sich nicht auf die IT-Abteilung. Dortmund setzt auf den gezielten Aufbau von Technologie- und Medienkompetenz innerhalb der Verwaltung sowie in der Stadtgesellschaft.
  • Kooperation: Da es für viele spezielle kommunale Fachanwendungen noch keine serienreifen Open-Source-Alternativen gibt, setzt Dortmund auf Netzwerke und den Austausch mit anderen Städten und Gemeinden.

Ein konkreter Baustein der neuen Ausrichtung ist die Gründung eines Open-Source-Boards im Rahmen der Digitalen Woche Dortmund. In diesem Gremium kommen Vertretungen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Das Ziel: Kompetenzen bündeln, Anwendungsfälle identifizieren und gemeinsam die Entwicklung neuer Open-Source-Software für den kommunalen Bedarf vorantreiben.