Dortmund erstellt Strategiepapier für Digitale Souveränität
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Die Stadt Dortmund stellt die Weichen für mehr Unabhängigkeit in der IT-Infrastruktur: Mit einer neuen Strategie setzt die Ruhrgebietsmetropole gezielt auf digitale Souveränität, den Ausbau von Open-Source-Lösungen und interkommunale Kooperation.
Um die digitale Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und proprietären Technologien zu reduzieren, basiert der neue Orientierungsrahmen der Stadt auf vier zentralen Handlungsfeldern:
- Technologie & Interoperabilität: Digitale Souveränität wird zum festen Kriterium bei IT-Beschaffungen. Der Fokus liegt auf Systemen, die über offene Schnittstellen miteinander kommunizieren können, um Silolösungen zu vermeiden. Open-Source-Software wird systematisch geprüft und eingesetzt, wo geeignete Lösungen vorhanden sind.
- Sicherheit: Eine eigenständige IT-Architektur erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber IT-Ausfällen, Sicherheitslücken oder Änderungen in den Lizenzmodellen externer Anbieter.
- Wissen & Kompetenzen: Digitale Mündigkeit beschränkt sich nicht auf die IT-Abteilung. Dortmund setzt auf den gezielten Aufbau von Technologie- und Medienkompetenz innerhalb der Verwaltung sowie in der Stadtgesellschaft.
- Kooperation: Da es für viele spezielle kommunale Fachanwendungen noch keine serienreifen Open-Source-Alternativen gibt, setzt Dortmund auf Netzwerke und den Austausch mit anderen Städten und Gemeinden.
Ein konkreter Baustein der neuen Ausrichtung ist die Gründung eines Open-Source-Boards im Rahmen der Digitalen Woche Dortmund. In diesem Gremium kommen Vertretungen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Das Ziel: Kompetenzen bündeln, Anwendungsfälle identifizieren und gemeinsam die Entwicklung neuer Open-Source-Software für den kommunalen Bedarf vorantreiben.
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