Nach LiMux – München setzt wieder auf Open Source
Dieser Artikel wurde bereits 165x gelesen...
Die Landeshauptstadt München setzt erneut verstärkt auf Open-Source-Software. Nachdem das einstige Vorzeigeprojekt LiMux und die spätere Rückkehr zu Microsoft für Diskussionen gesorgt hatten, verfolgt München inzwischen eine neue Strategie: mehr digitale Souveränität, offene Standards und die gemeinsame Entwicklung von Verwaltungssoftware.
München galt jahrelang als Vorreiter für Linux in der öffentlichen Verwaltung. Im Rahmen des LiMux-Projekts wurden rund 14.000 Verwaltungsarbeitsplätze auf freie Software umgestellt. Später entschied sich die Stadt für eine Rückkehr zu Microsoft-Produkten.
Heute steht weniger die vollständige Ablösung eines bestimmten Betriebssystems im Mittelpunkt. Stattdessen möchte München Open Source gezielt dort einsetzen und fördern, wo es wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.
Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist der Grundsatz „Public Money, Public Code“. Software, die mit öffentlichen Geldern entwickelt wird, soll möglichst auch öffentlich zugänglich sein.
Mit einem eigenen Open Source Hub unterstützt München die Entwicklung und Veröffentlichung freier Software. Ein Beispiel ist die Verwaltungsanwendung ISI, deren Quellcode öffentlich auf GitHub bereitgestellt wird.
Viele Städte und Gemeinden sind bei ihren Fachverfahren stark von einzelnen Herstellern abhängig. Hohe Lizenzkosten, eingeschränkte Schnittstellen und aufwendige Datenmigrationen erschweren häufig einen Anbieterwechsel.
Open Source kann helfen, solche Abhängigkeiten zu reduzieren. Allerdings bedeutet kostenlose Software nicht automatisch einen kostenlosen Betrieb. Wartung, IT-Sicherheit, Support und Schulungen müssen weiterhin berücksichtigt werden.
Quellen und weiterführende Informationen
0 Kommentare