Cyberangriff auf Humboldt-Universität Berlin: Möglicher Datenabfluss sorgt für Alarm

Veröffentlicht von maikom am

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Die Humboldt-Universität zu Berlin ist von einem IT-Sicherheitsvorfall betroffen. Am 12. Oktober 2026 stellte die IT-Abteilung ungewöhnliche Aktivitäten im Universitätsnetzwerk fest. Ob Angreifer dabei Zugriff auf vertrauliche oder personenbezogene Daten erlangt haben, wird derzeit untersucht.

Nach Entdeckung der verdächtigen Netzwerkaktivitäten reagierte die Universität mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen. Einzelne Server und Endgeräte wurden vorsorglich vom Netzwerk getrennt, um eine mögliche weitere Ausbreitung zu verhindern.

Ein Krisenstab koordiniert die Maßnahmen. Neben dem internen Incident-Response-Team unterstützt ein externer IT-Sicherheitsdienstleister die forensische Untersuchung. Auch die zuständige Berliner Datenschutzaufsicht wurde informiert.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist unklar, ob und in welchem Umfang Daten entwendet wurden. Die Universität kann einen unbefugten Datenabfluss nicht ausschließen. Belastbare Angaben zu betroffenen Personen oder Systemen liegen bislang nicht vor.

Die Humboldt-Universität zählt mehr als 35.000 Studierende und Promovierende. Ob und wie viele Personen tatsächlich betroffen sind, müssen die weiteren Untersuchungen zeigen.

Nutzern der universitären IT-Dienste wird empfohlen, vorsorglich Passwörter von Onlinekonten zu ändern, die über die Infrastruktur der Hochschule verwendet wurden.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Cyberangriffen auf öffentliche Einrichtungen ein. Bereits zuvor wurde die Ludwig-Maximilians-Universität München Opfer eines Angriffs, bei dem persönliche Daten von Studierenden abgeflossen sein sollen.

Der Cyberangriff auf die Humboldt-Universität zeigt erneut die Verwundbarkeit öffentlicher IT-Infrastrukturen. Noch ist offen, welche Folgen der Vorfall tatsächlich hat. Für Kommunen bleibt die zentrale Erkenntnis: Neben vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen sind schnelle Reaktionsfähigkeit, funktionierende Backups und klare Notfallprozesse entscheidend.

Quellen


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