AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport planen gemeinsame Registerplattform

Veröffentlicht von Judy Meier am

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Vier kommunale und öffentliche IT-Dienstleister wollen die Registermodernisierung gemeinsam voranbringen: AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport haben am 21. Oktober 2026 eine Absichtserklärung für Entwicklung und Betrieb einer gemeinsamen Plattform für „Register-as-a-Service“ (RaaS) vorgestellt. Das Vorhaben soll Registeranschlüsse vereinfachen und Kommunen sowie registerführende Stellen technisch entlasten. Vereinbart ist zunächst die Zusammenarbeit; die Mitteilung beschreibt Ziele und Grundlagen, aber noch keinen fertigen flächendeckenden Dienst.

Register enthalten Angaben, die für zahlreiche Verwaltungsleistungen benötigt werden. Im Zuge der Registermodernisierung sollen Nachweise perspektivisch nicht immer wieder neu von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen eingereicht werden müssen. Dafür müssen Register an gemeinsame Infrastrukturen angebunden werden – eine Aufgabe, die wegen unterschiedlicher Fachverfahren, Betriebsumgebungen und technischer Anforderungen anspruchsvoll ist.

Die geplante Plattform soll gemeinsam nutzbare Dienste und standardisierte Fachadapter bereitstellen. Einmal entwickelte Komponenten könnten so für weitere Register und Verwaltungen wiederverwendet werden. Das soll Mehrfachaufwände verringern und den Anschluss an das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) erleichtern. Auch Wartung, Sicherheitsaktualisierungen und Weiterentwicklungen sollen gebündelt werden.

Die beteiligten Dienstleister bringen unterschiedliche Erfahrungen ein. Die AKDB steuert Kenntnisse kommunaler Fachverfahren, der Registerführung und cloudbasierter Register bei, darunter Erfahrungen mit Confidential Computing. Komm.ONE ergänzt dies durch ihre Arbeit mit kommunalen Fachverfahren und der Einführung digitaler Verwaltungsdienste in Baden-Württemberg. ekom21 bringt ihre Rolle als kommunaler IT-Dienstleister in Hessen und die Unterstützung hessischer Kommunen bei der Registermodernisierung ein. Dataport verweist auf Erfahrung mit länderübergreifenden öffentlichen IT-Infrastrukturen und cloudbasierten Registerlösungen.

Gemeinsam sollen die Partner Entwicklung, Registeranschluss, Betrieb und Support abdecken. Nach Darstellung von Dataport soll die technische Umgebung verschiedene Register und Verwaltungsträger unterstützen und in föderalen wie nationalen Kontexten betrieben werden können. Die fachliche Verantwortung und Datenhoheit sollen dabei bei den jeweils zuständigen Stellen verbleiben. Die cloudbasierte Architektur soll es ermöglichen, Kapazitäten bedarfsgerecht bereitzustellen und weitere Register schrittweise aufzunehmen.

Die gemeinsame Lösung soll auf der Online-Register-Plattform (ORP) aufbauen. Diese ist laut Dataport als Open Source verfügbar und wurde im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein durch adesso entwickelt. Die Partner wollen vorhandene Ergebnisse nutzen und die Plattform gemeinsam weiterentwickeln. Offener Quellcode soll Transparenz und digitale Souveränität unterstützen; offene Schnittstellen und Fachadapter sollen außerdem die Einbindung unterschiedlicher Fachverfahrensanbieter erleichtern.

Dataport zufolge setzen bereits Anschlussvorhaben der Registermodernisierung, die zentral durch den IT-Planungsrat finanziert werden, auf die Plattform der Kooperation. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen in die Weiterentwicklung einfließen. Konkrete Zeitpläne, Kosten oder ein verbindlicher Rolloutplan werden in der Pressemitteilung nicht genannt.

Quelle: dataport.de


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