Cyberangriff im Kanton Waadt: Daten von über 40.000 Schulangehörigen gestohlen
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Bei einem Cyberangriff auf eine IT-Supportplattform des Kantons Waadt sind Daten von rund 41.500 Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften entwendet worden. Betroffen sind nach Angaben des Kantons etwa 38.000 Schülerinnen und Schüler sowie 3.500 Lehrkräfte an Gymnasien und Berufsschulen. Der Vorfall zeigt, dass auch Supportsysteme sensible personenbezogene Informationen enthalten und deshalb in Sicherheits- und Datenschutzkonzepte einbezogen werden müssen.
Angriff auf die Supportplattform
Der unbefugte Zugriff wurde am Montag entdeckt. Der Kanton trennte die Plattform daraufhin vom Internet und sicherte sie. Nach den bislang veröffentlichten Informationen wurden Namen, E-Mail-Adressen und Supportanfragen entwendet. Noten und schulische Akten seien nicht betroffen. Passwörter seien auf der angegriffenen Plattform nicht gespeichert gewesen.
Der Umfang des Vorfalls betrifft damit nicht nur die unmittelbar entwendeten Datensätze. Supportanfragen können je nach Inhalt zusätzliche Informationen über technische Probleme, verwendete Systeme oder individuelle Situationen enthalten. Welche Details in den konkreten Anfragen enthalten waren, geht aus der veröffentlichten Meldung nicht hervor.
Phishing als mögliches Folgerisiko
Der Kanton warnt die betroffenen Nutzerinnen und Nutzer vor möglichen betrügerischen Nachrichten. Mit Namen, E-Mail-Adressen und Informationen aus Supportkontakten können Angreifer Phishing-Nachrichten glaubwürdiger gestalten. Besonders aufmerksam sollten Empfänger bei unerwarteten Aufforderungen zur Preisgabe von Zugangsdaten, ungewöhnlichen Links oder vermeintlich dringenden Nachrichten sein.
Der Kanton rät, Passwörter keinesfalls weiterzugeben und verdächtige Nachrichten zu melden. Für Schulen und andere öffentliche Einrichtungen ist eine klare Kommunikationslinie nach einem Sicherheitsvorfall wichtig: Betroffene sollten wissen, welche Daten betroffen sind, woran sie betrügerische Kontaktversuche erkennen und über welchen offiziellen Kanal sie Rückfragen oder Verdachtsfälle melden können.
Behörden eingeschaltet, Strafanzeige angekündigt
Nach Angaben des Kantons wurden das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit und die Datenschutzbehörden informiert. Der Kanton Waadt will zudem Strafanzeige einreichen. Die Nutzerinnen und Nutzer seien über den Vorfall benachrichtigt worden. Weitere technische Einzelheiten zum Angriffsweg oder zu den Tätern nennt die SRF-Meldung nicht.
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