Cyberangriff: Hochschule Furtwangen kämpft mit massiven IT-Ausfällen
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Ein Cyberangriff auf das Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg (HSZ-BW) sorgt seit Wochen für erhebliche Einschränkungen an der Hochschule Furtwangen (HFU) und weiteren Bildungseinrichtungen. Zahlreiche zentrale Verwaltungsanwendungen sind weiterhin nicht verfügbar. Wann der reguläre Betrieb wiederhergestellt werden kann, ist derzeit unklar.
Am 7. Oktober 2026 wurde ein Cyberangriff auf das HSZ-BW in Reutlingen festgestellt. Das Servicezentrum stellt zentrale IT-Dienstleistungen für zahlreiche Hochschulen und weitere Landeseinrichtungen bereit. Als Sicherheitsmaßnahme wurden sämtliche Systeme abgeschaltet und die Verbindungen zu den angeschlossenen Einrichtungen getrennt.
Betroffen sind insbesondere Campus-Management-Systeme wie HISinOne und GX-Campus sowie das Finanz- und Personalverwaltungssystem HIS-ERP. Dadurch können unter anderem Studienbescheinigungen, Notenspiegel und Verwaltungsdaten nicht wie gewohnt abgerufen werden. Auch Finanz- und Personalprozesse sind eingeschränkt.
Nach Angaben des HSZ-BW sind die forensischen Untersuchungen inzwischen abgeschlossen. Demnach wurden rund ein Gigabyte Daten entwendet. Ein Abfluss personenbezogener Daten gilt als wenig wahrscheinlich, kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Die IT-Infrastruktur wird derzeit unter erhöhten Sicherheitsanforderungen neu aufgebaut. Die Wiederherstellung der Anwendungen erfolgt schrittweise. Ein konkreter Termin für die vollständige Wiederaufnahme des Betriebs steht noch nicht fest.
Der Cyberangriff zeigt, dass IT-Sicherheit nicht allein Aufgabe der eigenen Verwaltung ist. Auch die Ausfallsicherheit externer Dienstleister muss Bestandteil kommunaler Notfall- und Sicherheitskonzepte sein.
Quellen:
Schwarzwälder Bote, 27.10.2026
HSZ-BW – Aktuelle Informationen zum Cyberangriff
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