Thüringen investiert 63 Millionen Euro in eigenes Landesrechenzentrum

Veröffentlicht von maikom am

Dieser Artikel wurde bereits 1x gelesen...

Der Freistaat Thüringen investiert rund 63 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung seines Landesrechenzentrums (TLRZ) in Erfurt. Damit setzt die Landesregierung bewusst auf staatliches Eigentum und digitale Souveränität statt auf externe Rechenzentrumskapazitäten.

Das seit 2003 genutzte Rechenzentrum versorgt rund 25.000 Landesbedienstete mit IT-Dienstleistungen. Aufgrund steigender Anforderungen durch E-Government, Digitalisierung und IT-Sicherheit ist eine umfassende Modernisierung erforderlich.

Das Projekt soll bis Ende 2030 abgeschlossen werden. Zunächst entsteht ein Erweiterungsbau, der ab März 2029 die empfindliche Datentechnik aufnehmen soll. Anschließend wird das bisherige Gebäude modernisiert, ohne den laufenden IT-Betrieb zu gefährden.

Thüringen hat sich bewusst gegen eine Anmietung externer Rechenzentrumskapazitäten entschieden. Kritische IT-Infrastruktur soll weiterhin unter öffentlicher Kontrolle bleiben. Damit will der Freistaat langfristig die Sicherheit sensibler Verwaltungsdaten gewährleisten.

Das modernisierte Rechenzentrum soll zudem die technischen Voraussetzungen für digitale Bürgerdienste, das Onlinezugangsgesetz (OZG) und die Registermodernisierung schaffen.

Kategorien: Allgemein

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert