Bundesdruckerei und ZenDiS kooperieren
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Die Bundesdruckerei-Gruppe und das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) wollen künftig enger zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt stehen souveräne IT-Infrastrukturen, Open Source und sichere Betriebsmodelle für die öffentliche Verwaltung. Ein erstes konkretes Projekt verbindet die Open-Source-Arbeitsplatzlösung openDesk mit Sicherheitstechnologien der Bundesdruckerei-Tochter genua. Damit soll openDesk auch für Einsatzbereiche mit erhöhtem Schutzbedarf bis hin zu VS-NfD-Dokumenten nutzbar werden.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Frage, wie die öffentliche Verwaltung ihre digitale Handlungsfähigkeit langfristig sichern kann.
Digitale Souveränität bedeutet dabei nicht, vollständig auf Produkte oder Technologien anderer Anbieter verzichten zu müssen. Entscheidend ist vielmehr, kritische Abhängigkeiten zu reduzieren und die Kontrolle über zentrale IT-Infrastrukturen, Daten und Software zu behalten.
Bundesdruckerei und ZenDiS wollen deshalb ihre jeweiligen Kompetenzen miteinander verbinden. Ein besonders interessanter Teil der neuen Kooperation betrifft den Einsatz von openDesk in sicherheitssensiblen Bereichen.
Hierfür soll die Plattform mit der genusecure Suite des IT-Sicherheitsunternehmens genua kombiniert werden. genua gehört zur Bundesdruckerei-Gruppe.
Das Ziel ist ein hochsicherer Arbeitsplatz, über den Anwenderinnen und Anwender sämtliche openDesk-Funktionen nutzen und gleichzeitig auch besonders schützenswerte Dokumente bearbeiten können.
Nach Angaben der Bundesdruckerei soll die Kombination insbesondere den sicheren Umgang mit Dokumenten ermöglichen, die als „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) eingestuft sind. Die technische Absicherung übernimmt die genusecure Suite von genua.
Sie kombiniert mehrere Sicherheitsfunktionen zu einem geschützten mobilen Arbeitsplatz.
Dazu gehören insbesondere:
- ein sicherer VPN-Client,
- Festplattenverschlüsselung sowie
- Smartcard-Middleware.
Im Backend kommt zusätzlich das VPN-Gateway genuscreen zum Einsatz.
Die Kooperation macht gleichzeitig deutlich, dass digitale Souveränität nicht allein durch den Einsatz von Open-Source-Software erreicht wird.
Eine souveräne Arbeitsplatzumgebung benötigt zusätzlich eine kontrollierbare Infrastruktur, sichere Kommunikationswege, geeignete Authentifizierungsverfahren sowie belastbare Betriebsmodelle.
Wie die Kombination von openDesk und den Sicherheitstechnologien der Bundesdruckerei praktisch aussehen kann, wollen die Partner auf der Smart Country Convention 2026 demonstrieren.
Die SCCON findet vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin statt.
Dort wird ein gemeinsamer Showcase präsentiert, bei dem openDesk mit der genusecure Suite zu einem besonders geschützten Arbeitsplatz verbunden wird.
Am Stand der Bundesdruckerei wird außerdem konkret gezeigt, wie openDesk mobil und VS-NfD-konform genutzt werden kann.
Quellen:
Bundesdruckerei – Original-Pressemitteilung zur Kooperation
Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS)
openDesk – Office- und Kollaborationssuite für die öffentliche Verwaltung
Vergabeblog – Bundesdruckerei und ZenDiS kooperieren für digitale Souveränität
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