München setzt wieder verstärkt auf Open Source – neue Projekte nach LiMux
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Die Landeshauptstadt München verstärkt erneut den Einsatz von Open-Source-Software in ihrer Verwaltung. Nach dem Ende des früheren Linux-Projekts LiMux verfolgt die Stadt inzwischen einen neuen Ansatz: Statt einer vollständigen Umstellung aller Arbeitsplätze werden offene Softwarelösungen gezielt in unterschiedlichen Bereichen der kommunalen IT eingesetzt.
Zu den eingesetzten Open-Source-Lösungen gehören unter anderem:
- Proxmox: Virtualisierung von Servern
- PostgreSQL: Open-Source-Datenbanksystem
- OpenProject: Projektmanagement und Zusammenarbeit
- XWiki: Wissensmanagement und interne Dokumentation
Mit diesen Anwendungen möchte München die Abhängigkeit von einzelnen Softwareanbietern verringern und die Kontrolle über die eigene IT-Infrastruktur stärken.
Darüber hinaus unterstützt München die Weiterentwicklung freier Software. Im Rahmen eines sogenannten Open Source Sabbaticals können Entwickler zeitlich begrenzt an ausgewählten Projekten arbeiten. Im zweiten Halbjahr 2026 wird beispielsweise die Weiterentwicklung der XML-Bibliothek libexpat unterstützt, insbesondere bei der Behebung von Sicherheitslücken.
Das Münchner Beispiel zeigt, dass digitale Souveränität nicht zwingend eine vollständige Ablösung bestehender Microsoft- oder anderer proprietärer Systeme voraussetzt. Auch einzelne Open-Source-Komponenten können Alternativen schaffen und die Abhängigkeit von bestimmten Herstellern reduzieren.
München setzt nach LiMux auf einen schrittweisen und praxisorientierten Open-Source-Einsatz. Für andere Kommunen kann dieser Ansatz ein interessantes Beispiel sein, um langfristig mehr digitale Unabhängigkeit zu erreichen.
Quellen und weitere Informationen:
WinBoard – Open-Source-Projekte in München
Landeshauptstadt München – Open Source Sabbatical
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