Sachsen fördert smarte Regionen mit bis zu zwei Millionen Euro

Veröffentlicht von Judy Meier am

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Sachsen stellt bis zu zwei Millionen Euro bereit, um digital gestützte Lösungen für kommunale Herausforderungen zu entwickeln und praktisch zu erproben. Städte, Gemeinden und Landkreise können sich ebenso beteiligen wie kleine und mittlere Unternehmen sowie wissenschaftliche Einrichtungen. Projektskizzen für den ersten Förderaufruf der Richtlinie simul⁺ lassen sich vom 10. November bis zum 8. Dezember 2026 einreichen.

Gesucht: Lösungen für smarte Städte und Regionen

Im Mittelpunkt stehen Vorhaben, die konkrete Aufgaben vor Ort adressieren – etwa in den Bereichen Mobilität, regionale Wertschöpfung und Daseinsvorsorge. Das sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) will mit dem Förderaufruf neue Ansätze für smarte Städte und Regionen ermöglichen. Gefördert werden können Modellprojekte und Reallabore ebenso wie Machbarkeitsstudien und Konzepte.

Zusammenarbeit ausdrücklich erwünscht

Der Aufruf richtet sich nicht nur an Kommunen. Auch kleine und mittlere Unternehmen sowie wissenschaftliche Einrichtungen sind antragsberechtigt. Das Land ermutigt die Beteiligten, Vorhaben gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen. So können kommunale Bedarfe mit technischer Expertise und wissenschaftlicher Begleitung verbunden werden. Nach Darstellung des Ministeriums sollen die Erfahrungen aus den Projekten auch weiteren Regionen zugutekommen.

Bis zu 80 Prozent Förderung

Die Förderung kann grundsätzlich bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben abdecken. Pro Projekt sind höchstens 800.000 Euro vorgesehen; die Laufzeit kann bis zu 36 Monate betragen. Die tatsächliche Förderung hängt von den geltenden Richtlinien und der Auswahl des Vorhabens ab. Insgesamt stehen für den Aufruf bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Frist und Auswahlverfahren

Projektskizzen können vom 10. November bis einschließlich 8. Dezember 2026 über das Förderportal der Sächsischen Aufbaubank (SAB) eingereicht werden. Nach einer formalen Vorprüfung bewertet eine unabhängige Fachjury die eingegangenen Ideen. Der Start der ausgewählten Projekte ist für das erste Quartal 2027 geplant. Interessierte Kommunen sollten deshalb frühzeitig mögliche Partner, den lokalen Bedarf und die Umsetzbarkeit ihres Vorhabens klären.

Was Kommunen jetzt vorbereiten können

Für eine tragfähige Projektskizze empfiehlt es sich, die zu lösende Herausforderung präzise zu beschreiben und den erwarteten Nutzen für die Region nachvollziehbar darzustellen. Ebenso wichtig sind eine realistische Planung, ein passender Kooperationskreis und eine klare Aufteilung der Aufgaben. Die offiziellen Unterlagen des Landes und der SAB enthalten die verbindlichen Teilnahme- und Förderbedingungen; sie sollten vor der Einreichung sorgfältig geprüft werden.

Fazit

Der simul⁺-Aufruf eröffnet sächsischen Kommunen die Möglichkeit, digitale Lösungen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft zu erproben. Mit bis zu 800.000 Euro je Projekt und einer möglichen Förderquote von 80 Prozent kann das Programm auch größere Vorhaben unterstützen. Entscheidend ist, die Frist am 8. Dezember 2026 einzuhalten und die Projektskizze an den offiziellen Anforderungen auszurichten.

Quelle: kommune21.de, revosax.sachsen.de, simulplus.sachsen.de, sab.sachsen.de


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